Pferdemedizin in Hohne – Leistungen, Diagnostik und Betreuung für Ihr Pferd
In der Tierarztpraxis Hohne bieten wir ein umfassendes Leistungsspektrum im Bereich der Pferdemedizin – von Vorsorgeuntersuchungen und Impfungen über moderne Diagnostik bis hin zur gezielten Behandlung. Dank unserer mobilen Ausstattung können viele Untersuchungen und Therapien direkt bei Ihnen am Stall durchgeführt werden.
Selbstverständlich können Sie Ihr Pferd auch direkt in unserer Praxis vorstellen. Dort bieten wir verschiedene Untersuchungen und Eingriffe vor Ort an, beispielsweise gynäkologische Untersuchungen, weiterführende Diagnostik oder Operationen am stehenden Pferd. Gleichzeitig entfallen für Sie Hausbesuchs- und Anfahrtskosten.
Durch die Kombination aus mobiler Fahrpraxis und Praxisstandort können wir flexibel auf die Bedürfnisse von Pferd und Halter eingehen und eine individuelle, kompetente und möglichst stressarme Betreuung gewährleisten. Um Ihrem Pferd jederzeit die bestmögliche medizinische Versorgung zu bieten, arbeiten wir zudem eng mit führenden regionalen und überregionalen Überweisungskliniken zusammen.
Das Leistungsspektrum unserer Pferdepraxis
- Impfungen, Routine-Gesundheitskontrolllen
- Mikrochip-Implantation, Abzeicheneintragung Equidenpass
- Ankaufsuntersuchungen inkl. Röntgen
- Fohlenuntersuchung für Auktionen
- Kürzen von Zahnhaken, Schmelzkanten ("Zähne raspeln")
- Extraktion von Wolfszähnen, persistierenden Milchzähnen, Schneide- und lockeren Backenzähnen
- Behandlung von Diastema/Diathesen (Zahnlücken) inkl. Füllung
- Behandlung von Parodontose
- Diagnose und Behandlung von EOTRH (Entzündliche Schneidezahnerkrankung älterer Pferde)
- Kolik
- Erkrankungen des Atmungsapparates incl. Leistungsdiagnostik
- u.a. Mobiles Bronchoskop zur Untersuchung der Lunge Ihres Pferdes
- Belastungstest
- Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems
- inkl. Herzultraschall (an der Praxis)
- Erkrankungen von Leber und Niere
- Blutuntersuchungen in unserem hauseigenen Labor mit High-End-Geräten
- Kotuntersuchungen in unserem hauseigenen Labor
- Weiterführende Diagnostik bei Partnerlaboren
- Erkrankungen der Harn- und Geschlechtsorgane
- Urinuntersuchungen im hauseigenen Labor und Partnerlaboren
- Ultraschalluntersuchungen der Blase und Nieren
- Endoskopie der Blase
- Muskelprobleme
- Laboruntersuchungen im hauseigenen und Partnerlaboren
- Muskelbiopsien
- Hauterkrankungen
- Hautpilzerkrankungen
- Milbenbefall
- Mauke und chron. Dermatitis
- Sommerekzem
- Tumordiagnostik und -behandlung (z.B. equine Sarkoide)
- Stoffwechselerkrankungen (EMS, ECS/Cushing, PSSM etc.)
- Geriatrik (Erkrankungen des älteren Pferdes)
- Blutuntersuchungen
- Kotuntersuchungen
- Untersuchung Hautgeschabsel/-biopsien
- Untersuchung Punktate
- PCR Untersuchung auf Herpes 1 und 4, Influenzaviren
- Allergiedifferenzierung (Partnerlabore)
- Konservative und regenerative Therapien
- Mobiles Ultraschallgerät zur Sehnen- und Weichteildiagnostik
- Mobiles Röntgen zur Diagnostik von Knochen- und Huferkrankungen
- ConSteed-Hufschuhe zur computerunterstützten Ganganalyse
- Blutegeltherapie
- Rittigkeits- und Verhaltensprobleme
- Untersuchung des äußeren und inneren Auges
- Tonometrie (Messung des Augeninnendrucks)
- Augenoperationen und -entfernung am stehenden Pferd
- Gynäkologische Untersuchung, Ultraschalldiagnostik
- Trächtigkeitsdiagnostik (auch bei Kleinpferden)
- Zykluskontrolle, Bestimmung des optimalen Bedeckungszeitpunkts
- Besamung (Frischsamen)
- Besamung mit TG-Sperma auf Nachfrage
- Betreuung von Stute und Fohlen um den Geburtszeitpunkt
- Geburtshilfe
- Erstversorgung Fohlen und Stute
- Kastration (bei Ihnen vor Ort, stehend oder unter Allgemeinnarkose)
- Kastration von Leistenhoden (bei Ihnen vor Ort unter Allgemeinnarkose)
- Chirurgische Versorgung von Nabelbrüchen
Ob Kolik, Verletzung oder akute Erkrankung – in Notfällen sind wir auch außerhalb der Sprechzeiten für unsere Patienten erreichbar. Durch die Größe unseres Teams können wir einen durchgehend telefonischen Notdienst gewährleisten.
Notdienst-Telefon: 0162 3292027
- Chiropraktische Untersuchung und Behandlung (internat. zertifizierte Tierchiropraktorin nach IAVC und IVCA)
- Blutegeltherapie
- Kinesio-Taping
Jetzt bequem einen Termin für Ihr Pferd vereinbaren
Ob Vorsorgeuntersuchung, Impftermin oder Zahnkontrolle – nutzen Sie unsere Online-Terminbuchung, um einen schnellen und unkomplizierten Rückruf zur Terminvereinbarung anzufordern oder die Bestellung von Dauermedikamenten.
Weitere Medikamente und Wurmkuren erhalten Sie über unsere tierärztliche Hausapotheke.
Für individuelle Fragen oder besondere Anliegen erreichen Sie unser Praxisteam selbstverständlich auch persönlich.
Mobile Diagnostik direkt bei Ihnen am Stall
Viele Untersuchungen können wir dank moderner mobiler Medizintechnik direkt bei Ihnen vor Ort durchführen. So ersparen Sie Ihrem Pferd unnötigen Transportstress und erhalten schnell eine fundierte Diagnose.
✓ Digitales Röntgen
✓ Ultraschalluntersuchungen
✓ Bronchoskopie
✓ Gastroskopie
✓ Endoskopie der Harnblase und Gebärmutter
Notfallmedizin & Notdienst
Bei akuten Erkrankungen und Notfällen wie Koliken, Verletzungen oder anderen gesundheitlichen Problemen Ihres Pferdes sind wir auch außerhalb der regulären Sprechzeiten für unsere Patienten erreichbar. Dank unseres großen Teams können wir einen durchgehend telefonischen Notdienst anbieten.
Pferde-FAQ – Antworten auf häufige Fragen rund um die Pferdegesundheit
- Alle
- Allgemeine Pferdegesundheit
- Atemwege & Asthma
- Fütterung & Stoffwechsel
- Notfälle & Kolik
- Zahnheilkunde
Zahnheilkunde
+ Wie oft sollte man die Zähne kontrollieren/machen lassen?
Eine Zahnkontrolle sollte einmal jährlich erfolgen. Bei jungen Pferden im Zahnwechsel (2-6 Jahre), älteren Pferden oder Pferden mit bekannten Zahnproblemen können die Abstände auch geringer sein. Bei akuten Problemen wie Röllchen kauen, Futterverweigerung, etc. sollte das Pferd zeitnah dem Haustierarzt vorgestellt werden. Bei zahngesunden Pferden müssen die Zähne nicht unbedingt einmal im Jahr bearbeitetet werden. Welcher Abstand für euer Pferd individuell sinnvoll ist besprechen wir sehr gerne im Anschluss an eine Zahnbehandlung.
+ Warum muss mein Pferd zum Zähne behandeln sediert werden?
Pferde tolerieren eine Zahnbehandlung in der Regel nicht ohne Sedierung.Sie soll für das Pferd so stressfrei wie möglich erfolgen. Es muss ein Maulgatter eingesetzt und das Pferd fixiert werden. Die Verletzungsgefahr ohne Sedierung ist für das Pferd, den Besitzer und den behandelnden Tierarzt zu groß und durch Abwehrbewegungen des Pferdes ist eine sorgfältige Maulhöhlenuntersuchung und Zahnbehandlung nicht möglich.
+ Warum fallen sedierte Pferde nicht um, obwohl sie so schwanken?
Sedativa werden sehr genau dosiert. Das Pferd wird zwar ruhig und schläfrig, bleibt dabei aber stehen. Dies klappt aufgrund der sogenannten Spannsägenkonstruktion, bei der die Tiere durch einen speziellen Bandapparat ihre Gelenke feststellen können, ohne viel Muskelkraft anwenden zu müssen. Das Gleichgewichtszentrum wird durch die Sedativa nicht beeinträchtigt. Oft macht das Pferd zu Beginn der Sedation ein paar schwankende "Ausfallschritte", um einen stabilen Stand zu finden Wichtig ist, die Pferde sich selbst ausbalancieren zu lassen, sie nicht stützen zu wollen und auf die eigene Sicherheit zu achten. Denn bis ein sediertes Pferd den Huf wieder vom eigenen Fuß nimmt dauert es oft eine Weile ;)
Fütterung & Stoffwechsel
+ Warum darf mein Rehe-/Cushing/dickes Pferd nicht auf die Weide?
Ein dickes, Hufrehe- oder Cushing krankes Pferd sollte nicht oder nur stark eingeschränkt auf die Weide, da frisches Gras sehr viel mehr Energie ( v. a. Zucker und schnell verfügbare Kohlenhydrate) enthält als Heu. Dicke Pferde haben ein deutlich höheres Risiko für Stoffwechselerkrankungen und entwickeln oft eine Insulinresistenz, was ein erhöhtes Risiko für Hufrehe bedingt. Bei einer bestehenden Hufrehe kann durch die Aufnahme des zuckerreichen Grases ein erneuter akuter Reheschub ausgelöst werden.
+ Wie viel Kraftfutter braucht mein Pferd?
Das hängt von vielen Faktoren wie Rasse, Alter, Gewicht, Nutzung und Stoffwechsel ab. Viele Pferde im Freizeitbereich benötigen gar kein Kraftfutter. Grundlage der Pferdefütterung ist ein gutes Heu ( 1,5 -2 kg/ 100 kg KGW). Kraftfutter ist meist nur nötig bei sehr harter Arbeit, bei Nutzung als Sportpferd, im Zuchteinsatz, im Wachstum oder bei schwerfuttrigen Pferden. Meist reichen bis zu 2 kg Kraftfutter für Freizeitpferde aus.
+ Warum braucht mein Pferd ein Mineralfutter, auch wenn es nur auf der Weide steht?
Heu, Gras und Kraftfutter decken meist nicht den nötigen Bedarf an Mineralstoffen und Vitaminen, die ein Pferd benötigt. Wichtig sind beispielsweise Kupfer, Zink und Selen. Gerade in unserer Region sind die Böden oft sehr arm an Selen und anderen Spurenenlementen, die unsere Pferde unbedingt zum Erhalt wichtiger Körperfunktionen benötigen.
Allgemeine Pferdegesundheit
+ Was sollte ich mein Pferd impfen lassen?
Zu den Core Impfungen beim Pferd gehören laut StiKo Vet Tetanus, Equine Influenza, sowie das Equine Herpesvirus. Die wichtigste Impfung ist Tetanus, da Pferde sehr empfindlich auf diese Bakterien reagieren und sie überall in der Umwelt vorkommen. Eine kleine Verletzung, die nicht sichtbar sein muss, kann dem Tetanusbakterium schon als Eintrittspforte dienen. Eine weitere wichtige Impfung ist die gegen Equine Influenza (Pferdegrippe). Die Viren werden durch direkten Kontakt übertragen. Pferde, die viel Kontakt mit fremden Pferden haben, sollten gegen Influenza geimpt werden. Bei Turnierpferden ist die Influenzaimpfung Pflicht. Das Equine Herpesvirus löst Erkrankungen des Atmungsapparates, des Nervensystems oder Fehlgeburten aus. Eine Impfung des gesamten Bestandes ist sinnvoll und bietet einen höheren Schutz auch für das einzelne Pferd. Aber auch Einzeltierimpfungen sind sinnvoll, da diese Tiere meist einen milderen Krankheitsverlauf haben. In Zuchtbeständen ist eine Herpesimpfung immer anzuraten. In Risikogebieten ist eine Impfung gegen das West-Nil-Virus ratsam. Das Virus wird durch Stechmücken übertragen. Meistens verläuft die Erkrankung mild bis symptomlos, kann aber auch starke neurologische Symptome auslösen, die ggf. zum Festliegen und Tod des Tieres führen können. Darüber hinaus sind weitere Impfungen, zum Beispiel gegen Hautpilz, Tollwut, etc. möglich. Auch dahingehend beraten wir Sie gern: 05083 - 1331
+ Wie oft muss ich mein Pferd entwurmen?
Man unterscheidet zwischen selektiver und strategischer Entwurmung. Bei der selektiven Entwurmung werden regelmäßig Kotproben untersucht und dann gezielt bei Parasitenbefall mit einem passenden Antiparasitikum behandelt. So können Resistenzen vermieden werden. Bei der strategischen Entwurmung wird nach einem festen Plan (3-4 x jährlich) entwurmt. Dies ist ratsam bei Fohlen und Jungpferden, bei hohem Infektionsdruck oder bestimmten Haltungsbedingungen.
+ Warum braucht mein Pferd einen Equidenpass?
Der Equidenpass ist der Personalausweis des Pferdes. In der EU ist dieser für jeden Equiden (= Pferde, aber auch Esel, Maultiere, Maulesel, etc.) gesetzlich vorgeschrieben. Das Pferd wird hierdurch eindeutig identifiziert (Mikrochip), er dient der Medikamentendokumentation (Schlachtpferdstatus) und dem Seuchenschutz, sowie der Rückverfolgbarkeit (wo kommt das Pferd her?). Der Equidenpass muss immer beim Pferd sein und bei Transporten mitgeführt werden.
Atemwege & Asthma
+ Warum reicht es nicht, das Heu meines Asthmapferdes nur mit der Gießkanne nass zu machen?
Heu wird gewässert, um Staub, Schimmelpilzsporen und ungewünschte Partikel zu binden und zu entfernen. Diese sitzen meist tief im Inneren des Heus. Beim Übergießen mit der Gießkanne wird nur die Oberfläche ungleichmäßig feucht und erreicht diese Partikel somit gar nicht. Um diese zu binden, muss das Heu komplett gewässert, am besten untergetaucht werden und mindestens 15 Minuten einweichen.
Notfälle & Kolik
+ Wie füttere ich mein Pferd nach einer Kolik wieder an?
Pferde werden nach einer Kolik mehrmals täglich handweise mit Heu angefüttert. Außerdem können sie eine kleine Portion Mash bekommen. Wenn keine Koliksymptome nach der Futteraufnahme eintreten werden die Portionsgrößen Stück für Stück erhöht. Kraftfutter sollte einige Tage nicht gefüttert werden. Da Kolik nicht gleich Kolik ist sollte auch das Anfüttern in jedem Fall mit der behandelnden Tierärztin abgesprochen werden!
